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Wie ich zur Psychologie kam...

Ich wollte mir eine Medi­zin­vor­le­sung zu Gemüte füh­ren. Als ich im dama­li­gen voll­kli­ma­ti­sier­ten Häl­de­li­weg Platz nahm, merkte ich beim Betrach­ten der ca. 300 Höre­rin­nen und Hörer rela­tiv schnell, dass da etwas nicht stim­men konn­te: zu far­big, zu alters­durch­mischt, zu viele schräge Vögel drin. Als dann auch der Pro­fes­sor mit einem dicken, etwas löch­ri­gen Woll­pull­over auf­trat und eher wie ein Höh­len­for­scher als wie ein Arzt aus­sah, war klar: ich war im falschen Hör­saal. Schon wollte ich den Saal flucht­ar­tig ver­las­sen, als ich die ers­ten Sätze die­ses Herrn Prof. Bischofs auf­schnapp­te. Was ich da aber hör­te, löste ein inne­res Erd­be­ben aus.

Inneres Erdbeben und Faszination

Da war sie! End­lich spürte ich die lang ersehnte Mischung aus Neu­gier­de, Fas­zi­na­tion und irgend­wie aber auch Hei­mat. Der Inhalt der Vor­le­sung drehte sich um die Ana­lyse und Inter­pre­ta­tion von Mär­chen und Mythen und im spe­zi­el­len um eine Gegen­über­stel­lung ver­schie­de­ner Schöp­fungs­my­then inklu­sive auch der Bibel. Erschro­cken dachte ich, dass ich in einer Theo­lo­gie-Vor­le­sung gelan­det sei und fragte ver­un­si­chert mei­nen Sitz­nach­barn, der mir mit­teil­te, dass dies eine Grund­vor­le­sung der Psy­cho­lo­gie sei. So wurde ich ein glück­li­cher Stu­dent – also zumin­dest über weite Stre­cken des Stu­di­ums. Die Fas­zi­na­tion für die Mate­rie hat mich seit da nicht mehr ver­las­sen

Lehr- und Wanderjahre

In der Zwi­schen­zeit sind viele Jahre ver­gan­gen: Zunächst Lehr- und Wan­der­jahre in der Schul­psy­cho­lo­gie an ver­schie­de­nen Orten in der Schweiz. Ansch­lies­send als Kin­der- und Jugend­psy­cho­loge sowie Eltern­coach und Fami­li­en­the­ra­peut in einer von Remo Largo - Schü­lern gegrün­de­ten inter­dis­zi­pli­nären Kin­der­arzt­pra­xis. Par­al­lel dazu als Paar­the­ra­peut, Kurs­lei­ter und Medi­en­ver­ant­wort­li­cher an einer Paar­be­ra­tungs­stel­le, meh­rere Jahre davon in lei­ten­der Funk­tion. Mitt­ler­weile bin ich selb­stän­dig und arbeite the­ra­peu­tisch im Ein­zel-, Paar- und Fami­li­en­set­ting. Zudem bil­den Super­vi­si­ons- sowie auch Selbs­t­er­fah­rungs­auf­träge einen wesent­li­chen Bestand­teil mei­ner Tätig­keit.

Warum dieser Beruf mich fasziniert

Zusam­men­fas­send würde ich sagen, dass die Fas­zi­na­tion an mei­nem Beruf sich aus zwei Quel­len speist: Zum einen finde ich es eine wesent­li­che Arbeit, im eigent­li­chen Sinne des Wor­tes. Zum ande­ren aber – und das führt irgend­wie auch zu den Anfän­gen des Stu­di­ums zurück – umfasst sie ganz ver­schie­dene Tätig­kei­ten: In wel­chem Beruf kann ich Berg­füh­rer, Not­fall­sa­ni­tä­ter, Archi­tekt, Mau­rer, Archäo­lo­ge, Dol­met­scher, Ent­wick­lungs­hel­fer, Heb­am­me, Zir­kus­domp­teur, Diri­gent und Meteo­ro­loge gleich­zei­tig sein und den­noch ein­fach «nur» als Mensch da sein?

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Super-
vision

Eltern-
coaching

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Paar-
therapie

Psycho-
therapie

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